Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

REXUS - unser erster experimenteller Aufbau

IN ARBEIT!

 

Die größte Herausforderung besteht in der Konstruktion eines Aufbaus, der in das Standard-Experimentmodul passt und so leicht wie m¨oglich ist. Maximal kann die H¨ohe 20 cm betragen. Der gesamte Aufbau wird auf eine Aluminiumplatte mit 30 cm Durchmesser montiert. Daneben hat man mit starken Vibrationen (bis zum zwanzigfachen der Erdanziehungskraft) w¨ahrend des gesamten Fluges, eventuell niedrigen Dr¨ucken und starken Temperaturschwankungen zu rechnen.

Die Sch¨uttelbox wird vollst¨andig selbst konstruiert und gebaut. Sie besteht im Wesentlichen aus einer Aluminiumgrundplatte, zwei Seitenw¨anden und einer Deckplatte aus Plexiglas, zwei perforierten beweglichen Platten und zwei linearen Aktuatoren (Voicecoils). Der Beh¨alter hat innere Abmessungen von ca. 100 mm x 100 mm x 50 mm. Er wurde mit 250 Stäbchen (<1% Vol., 12 mm lang, 1,3 mm Durchmesser) gefüllt. Die Aktuatoren stellen die Schnittsteller zur Elektronik dar, die das Signal erzeugt. Die Software an Bord steuert außerdem die Videokameras und die Beleuchtung, ¨uberpr¨uft die Funktionalität einzelner Teile und generiert kleine Datensätze zur Status¨uberwachung, die an die Bodenstation gesendet werden. Alles in Allem ist die Elektronik das Herz und die Intelligenz unseres experimentellen Aufbaus.

Bisher sind die f¨ur die Durchf¨uhrung n¨otigen sowohl die Sch¨uttelfrequenzen und -Amplituden als auch die Volumenkonzetration des Granulates nicht festgelegt. Nutzbare Werte sollen auf einem Parabelflug im M¨arz 2010 ermittelt werden - mit einem vereinfachten Aufbau, siehe Bild links (Foto: J. Klabuhn, Mitteldeutsche Zeitung).

Es ist ungef¨ahr ein Jahr Zeit, von Januar 2010 bis November 2020, den Aufbau und die Software f¨ur den Flug zu entwerfen und umzusetzen. Im Vergleich zu ”normalen” Weltraumprojekten ist das extrem kurz. Ungef¨ahr eine Woche vor dem Start werden wir nach Kiruna fahren, um die letzten Test durchzuf¨uhren. W¨ahrend des Countdowns muss der Aufbau komplett abgeschaltet sein. Die Aktivierung erfoglt mittels eines Signals von Service-System der Rakete. Der ganze Flug dauert ca. sieben Minuten, Mikrogravitation (sie ist nicht v¨ollig verschwunden) herrscht f¨ur ca. zwei Minuten. Wir filmen den Beh¨alter w¨ahrend dessen synchronisiert aus zwei Perspektiven. Nach dem Flug wird die Nutzlast geborgen. Das Videomaterial wird in Magdeburg mittels einer Rekonstruktionsroutine. Dieses selbst geschriebene Programm wird im Wesentlichen die Bilder der Videokameras auslesen, auf jedem Objekte identifizieren und dann daraus die Positionen und Ausrichtungen der St¨abchen in drei Dimensionen berechnen.

Letzte Änderung: 04.07.2013 - Ansprechpartner: Webmaster